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Kennst du das auch? Du nimmst dir etwas richtig Schönes vor, so ein Highlight fürs Herz, von dem du vorher schon ahnst, wie gerne du einmal daran zurückdenken wirst. Du planst alles voller Vorfreude und endlich ist der Tag da, an dem du dein Vorhaben in die Tat umsetzt.
Und dann kommt das Leben, um dir ein paar unhandliche Steine in den Weg zu pfeffern - zack, willkommen in der Realität!
In diesem Artikel nehme ich dich mit auf ein Abenteuer mit meinen Hunden und erzähle dir, warum es sich fast immer lohnt, sich nicht so schnell demotivieren zu lassen.
Bei mir sind diese Highlights fürs Herz oft Ausflüge mit meinen Hunden: irgendwo raus in die Natur, wo wir Schönes fürs Auge, Neues für die Hundenasen und möglichst viel Ruhe finden. Als Bonus erweist sich das ein oder andere Ziel auch als geeignete Fotolocation.
Ich liebe es, zu Hause nach diesen besonderen Orten zu recherchieren, neue Ausflugsziele zu finden und mir auszumalen, wie wir dort unterwegs sein werden. Die Vorfreude auf so ein Mini-Abenteuer motiviert mich schon tagelang, bevor es losgeht.
Und ich wette, könnten meine Hunde sich an der Planung beteiligen, sie wären ebenfalls schon vorher Feuer und Flamme und würden mich immerzu fragen, wann wir denn endlich starten! ;-)
Zur Vorfreude auf unsere gemeinsamen Entdeckungstouren gesellt sich auch Spannung:
Inwiefern weicht die Realität vor Ort von meiner Vorstellung ab? Und welche Überraschungen erwarten uns? Was wird es diesmal sein, das so ganz anders läuft als gedacht?
Meine schönsten Ausflüge beginnen gerne mal so:

Was ich mir in diesen Momenten dann selber vorbete: "Bloß nicht frustrieren lassen, sondern Geduld beweisen und durchziehen!"
Denn meist sind es die Ausflüge mit einem etwas holprigen Start, an die ich später mit dem größten Lächeln zurückdenke.
Genau so war es auch bei der Tour im Spätsommer 2023, bei der es mich mit meinen Hunden Reina und Vio an einen wunderbaren Ort mitten in Schleswig-Holstein gezogen hat.
Wir sind schon am Vorabend losgefahren, um in der Nähe des geplanten Ziels in meinem Minicamper zu übernachten und dann früh morgens ohne lange Anfahrt zu unserer Entdeckungstour aufbrechen zu können.
Tja, wie war das mit dem holprigen Start?
Wir saßen gerade 10 Minuten im Auto und waren noch nicht einmal aus Kiel herausgekommen, da standen wir auch schon wieder. Ein Traktor hat sich in der einspurigen Straßenbaustelle festgefahren und kam weder vor, noch zurück: Vollsperrung keine 5 Autolängen vor mir.
Nichts ging mehr, und das für eine geschlagene Stunde. Die Sonne sank immer tiefer, aber vor uns lagen noch gut 50 Kilometer Fahrt. Ich hatte mir vorgenommen, den Stellplatz noch bei Tageslicht zu beziehen und zum Sonnenuntergang schon mal einen Abstecher zum morgendlichen Ziel zu machen.
Meine Hoffnung schwand von Minute zu Minute. Der erste Frust stieg unweigerlich in mir auf und es hat einige Überredungskünste an mich selbst erfordert, nicht bei nächster Gelegenheit den Rückweg nach Hause anzutreten...
Ein großer Antreiber, der mich schon zu so manchem Abenteuer motiviert hat, ist das hohe Alter meiner Hündin Reina. Natürlich hat man auch mit jüngeren Hunden keine Garantie, noch ewig Zeit zu haben. Mit einem älteren Hund werden die Gelegenheiten, verpasste Abenteuer nachzuholen, aber unaufhaltsam immer begrenzter...
Da Umkehren für mich allerdings der noch größere Stimmungskiller gewesen wäre, habe ich den Stau ausgesessen und die Verspätung in Kauf genommen.
Als wir endlich ankamen, war die Sonne fast untergegangen. Also schnell weiter zu dem Ort, den ich mir schon einmal am Abend ansehen wollte.
Die Glückssträhne ging weiter:
Obwohl es inzwischen dämmerte, war vor Ort noch einiges los, viele Spaziergänger mit und ohne Hund kreuzten unseren Weg. Das ist ja gar nicht so unser Ding, wir mögen auf unseren Touren doch lieber die Abgeschiedenheit.
Vio war sehr aufgeregt, sodass mir Zweifel kamen, ob wir am nächsten Morgen wirklich nochmal dorthin fahren sollten. Schließlich geht es ja bei unseren Ausflügen um Quality Time für Hund und Mensch. Ich lege großen Wert darauf, die Bedürfnisse meiner Hunde zu achten und sie nicht absichtlich in überfordernde Situationen zu bringen.
Zudem erwies sich der Spot, von dem ich mir ein tolles Fotomotiv erhofft hatte, schon am Abend als totaler Reinfall.
Fast schon ein wenig aus Trotz haben wir die Nacht dennoch im Minicamper verbracht.
Irgendwann muss es doch endlich anfangen, gut zu werden!
Als ich mich am frühen Morgen; draußen war es noch dunkel; in meinem Auto umzog und ein wenig Zeug hin und her räumte, ist auch noch etwas auf meiner schönen neuen Matratze ausgelaufen. Na toll, die Stimmung steigt weiter...
Trotzdem sind Reina, Vio und ich kurz vor Sonnenaufgang aufgebrochen und von da an begann es dann endlich:
Unsere Entdeckungstour durch den Wald, der von der aufgehenden Sonne wachgeküsst wurde, war einfach sagenhaft schön:
So früh am Morgen hatten wir den Wald für uns alleine - so lieben wir das! In aller Ruhe haben wir die Natur genossen, Vios Stress vom Vorabend war verflogen und wir drei waren voll im Entdeckermodus.
Ohne mich nach einer festen Route zu richten, habe ich mich von meiner Intuition und meinen vierbeinigen Begleitern durch den Wald leiten lassen. Mal auf breiteren Schotterwegen, dann wieder über schmale, dicht bewachsene Pfade, die sich kreuz und quer durch den Wald schlängelten.
Wir haben überall dort Halt gemacht, wo es für die Hunde gerade besonders interessant war oder es mich in meinen Fotografenfingern gejuckt hat ;-)
Manchmal habe ich bei unseren Touren nur mein Handy dabei und lasse meine schwere Kameraausrüstung zu Hause. Da halte ich unsere schönsten Momente lediglich mit Handyschnappschüssen fest. Das ist weitaus leichter und erfordert kaum Nachbereitung. Auch schön, aber eben nicht vergleichbar mit Fotografien aus der Kamera.
Was bin ich froh, mir an diesem Morgen den Kamerarucksack aufgeschnallt zu haben! Sonst könnte ich mich jetzt nämlich nicht an all diesen Bildern erfreuen, die ich während unserer Entdeckungstour aufgenommen habe.


Nachdem wir ein paar Stunden durch den Wald gestromert sind; die Sonne stand mittlerweile schon recht hoch; haben wir zurück am Parkplatz unser wohlverdientes Frühstück genossen. Draußen und besonders, wenn man früh am Morgen schon so aktiv unterwegs war, schmeckt alles irgendwie immer besonders lecker, oder?!
Selig und zufrieden traten wir irgendwann gegen Mittag den Heimweg an, welcher übrigens ohne weitere Zwischenfälle verlief ;-)
Ich bin nach diesen Auszeiten immer so richtig aufgeladen von positiver Energie, die ich mit in meinen Alltag nehme. Bis zu unserem nächsten Mini-Abenteuer! :-)

Die Tour machten wir Ende August. Zum Bearbeiten der Bilder kam ich erst Monate später. Obwohl so viel Zeit vergangen war, erwachte in mir dabei prompt wieder das Glücksgefühl, welches mich auch an unserem Morgen im Wald so erfüllte.
Und das tun auch die fertigen Bilder; jedes Mal, wenn ich sie mir ansehe. Die Bilder lassen mich träumen - in Gedanken sind wir nochmal auf Entdeckungstour und streifen wieder durch die Natur, ich rieche das frische Grün und spüre den federnden Waldboden unter meinen Wanderschuhen.
Zwei der Motive sind bereits in meinem Fotokalender "Lieblingshunde 2024" verewigt und werden mich so durch zwei Monate des Jahres begleiten. Sicherlich werde ich das ein oder andere Bild auch noch auf Holz oder Leinwand drucken lassen, um zukünftig mit nur einem Blick an die Wand wieder in den Wald abtauchen zu können! :-)



Reina war bei unserem Ausflug ungefähr 15,5 Jahre alt. Ich verfasse diesen Blogbeitrag an ihrem (laut Pass) 16. Geburtstag und Reina liegt nach einem großen Geburtstagsspaziergang zufrieden schlummernd neben mir. Das ist so ein riesengroßes Geschenk!
Dass Reina bisher so fit und gesund altern darf, ist absolut keine Selbstverständlichkeit! Nicht erst durch den unerwartet frühen Tod unseres Begleiters Tyco weiß ich das sehr zu schätzen.
Mir ist bewusst, dass jeder Tag unser letzter gemeinsamer Tag sein könnte. Dieser Gedanke macht Bilder wie die von unserem Ausflug unendlich wertvoll. Und ich weiß, dass der Wert dieser Erinnerungen unweigerlich weiter steigen wird, weil sie irgendwann alles sein werden, was bleibt.


~ J.R.R. Tolkien

Kannst du deinen Hund draußen entspannt ableinen, weil du sicher bist, dass der Rückruf immer zu 100 Prozent klappt?